Use Case

Weniger manuelle Klärfälle in der Energieabrechnung

Unvollständige, widersprüchliche oder verspätete Daten erzeugen Klärfälle, die heute von Hand gesucht, geprüft und zugeordnet werden. Wir prüfen diese Fälle vor, reichern sie mit Kontext an und geben sie gezielt an die richtige Fachrolle — in Abrechnung und Marktkommunikation gleichermaßen.

Klärfälle fallen meistens zu spät auf

Ein Klärfall kostet selten wegen der Entscheidung Zeit, sondern wegen allem davor: suchen, zusammentragen, mit anderen Systemen abgleichen, Zuständigkeit klären. Genau dieser Teil ist automatisierbar — die fachliche Entscheidung bleibt bei Ihrem Team.

Typische Auslöser für manuellen Aufwand:

  • Fehlende oder unplausible Zählerstände und Verbrauchswerte
  • Ausnahmen und Fehlermeldungen aus der Marktkommunikation
  • Abweichungen zwischen Vertrag, Stammdaten und Abrechnungsgrundlage
  • Rückfragen von Kunden und Marktpartnern per E-Mail und PDF
  • Fälle, die zwischen Abrechnung, Service und Messwesen hin- und hergereicht werden
Ausgedruckte Abrechnungsunterlagen werden neben Taschenrechner und Laptop geprüft

Was wir liefern

Vorgehen

So läuft die Vorprüfung nach der Automatisierung ab

1
Vorgang wird eingelesen

Ob aus Postfach, Schnittstelle, Portal oder Dateiimport — der Vorgang wird erfasst, dem richtigen Typ zugeordnet und mit den vorhandenen Stammdaten verknüpft.

2
Regeln und Prüfungen greifen

Plausibilitäts- und Vollständigkeitsprüfungen laufen automatisch. Was eindeutig ist, wird direkt weiterverarbeitet; alles andere wird als Klärfall markiert.

3
Fall wird vorbereitet und zugewiesen

Der Klärfall geht mit Kontext, Begründung und Priorität an die zuständige Rolle. Die Entscheidung trifft Ihr Team — ohne vorher Daten zusammensuchen zu müssen.

Aus der Praxis

Automatisierte Prüf- und Freigabeprozesse

Aus einem anderen regulierten Umfeld, aber mit derselben Anforderung: geprüfte Vorgänge, rollengetrennte Freigaben und lückenlose Nachvollziehbarkeit.

  • Schnellere Prüfungen
  • Weniger manuelle Prüfschritte
  • Volle Nachvollziehbarkeit
Unsere Compliance-Prozesse sind heute deutlich schneller, transparenter und revisionssicher. Gleichzeitig konnten wir den operativen Aufwand massiv reduzieren.
Aus dem Projekt EBSOS
Häufige Fragen

Fragen zu Abrechnung und Marktkommunikation

Entscheidet die Software dann über unsere Abrechnung?

Nein. Automatisiert wird die Vorarbeit: erfassen, prüfen, anreichern, zuordnen, priorisieren. Die fachliche Entscheidung in Klärfällen bleibt bei Ihren Mitarbeitenden. Alle automatischen Schritte sind protokolliert und nachvollziehbar.

Funktioniert das auch ohne KI?

In weiten Teilen ja. Plausibilisierung, Routing und Datenübergabe laufen regelbasiert. KI setzen wir dort ein, wo unstrukturierte Inhalte im Spiel sind — etwa freie Texte in E-Mails oder Angaben in PDF-Anhängen. Die Entscheidung darüber treffen wir nach dem Prozess, nicht nach der Technologie.

Wie greift das in die Marktkommunikation ein?

Wir ersetzen keine Marktkommunikationsprozesse, sondern setzen an deren Rändern an: bei Ausnahmen, Fehlermeldungen und Rückfragen, die heute manuell nachbearbeitet werden. Der regulierte Kernablauf bleibt unangetastet.

Was, wenn unsere Regeln sich ändern?

Prüfregeln werden so umgesetzt, dass sie fachlich pflegbar bleiben und nicht bei jeder Änderung ein Entwicklungsprojekt auslösen. Wo tiefere Eingriffe nötig sind, übernehmen wir das im Rahmen der laufenden Betreuung.

Wie viele Klärfälle landen jeden Monat manuell bei Ihrer Abrechnung?

Wir sehen uns die Fallarten, das Volumen und den heutigen Aufwand an und bewerten, welcher Anteil sich automatisch vorprüfen und zuordnen lässt — ohne Kaufverpflichtung.

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