online:academy — eine mandantenfähige Lernplattform mit eigenem SSO und DSGVO-konformer KI
generation:l vermarktet Weiterbildung als eigenes digitales Produkt: Firmenkunden erhalten ihre eigene Lernplattform — mit eigener Domain, eigenem Erscheinungsbild und eigenen Inhalten. Wir haben die Plattform dahinter entwickelt und betreiben sie: von der Software über die Server bis zur KI, die im eigenen Rechenzentrum läuft statt in einer US-Cloud.
generation:l Michael Hoffmann e.K., Frankfurt am Main
Personalentwicklung & betriebliche Weiterbildung
Produktentwicklung · Architektur · Cloud · KI · DSGVO & EU AI Act
Die Ausgangslage
Die online:academy war für generation:l ein komplett neues Produkt — kein Ablöseprojekt. Das Unternehmen betreibt bereits erfolgreich eine Software zur Unterstützung von Auszubildenden; aus den Kontakten zu diesen Firmenkunden entstand die Idee, Weiterbildung als eigenes digitales Produkt anzubieten.
Standard-Lernplattformen passten nicht zu diesem Geschäftsmodell: Gesucht war kein einzelnes Firmen-LMS, sondern ein Produkt, das sich an viele Firmenkunden gleichzeitig vermieten lässt — jeder Kunde mit eigener Marke, eigenen Nutzern, eigenen Pflichtschulungen, sauber voneinander getrennt. Dazu kamen Anforderungen, an denen Baukasten-Lösungen scheitern: ein Lizenz- und Abo-Modell, automatisierte Zertifikate, KI-gestütztes Lernen — und die Vorgabe, dass personenbezogene Daten und KI-Verarbeitung vollständig unter eigener Kontrolle bleiben.
Die Lösung
Jeder Firmenkunde bekommt seine eigene Lernwelt unter eigener Domain — Logo, Farben und Startseite inklusive. TLS-Zertifikate für Kundendomains werden vollautomatisch ausgestellt. Die Datentrennung ist nicht Konvention, sondern auf Datenbankebene erzwungen: Kein Mandant kann Daten eines anderen sehen, auch nicht durch Programmierfehler.
Kurse und Lernpfade, Pflichtschulungen mit automatischen Erinnerungen, interaktive Inhalte (H5P, SCORM), automatisch erzeugte Zertifikate, Peer-Reviews, Bewertungen, ein internes Wiki und Gamification mit Abzeichen und Lernserien. Führungskräfte sehen Auswertungen und Berichte auf Knopfdruck, inklusive Excel-Export. Die Oberfläche ist mehrsprachig — Deutsch und Englisch gepflegt, weitere Sprachen automatisch übersetzt.
Statt Insellösungen haben wir einen eigenen Identitätsdienst (OAuth2/OpenID Connect) entwickelt, der Nutzer, Rollen, Firmen und Lizenzen zentral verwaltet. Er trägt heute nicht nur die online:academy, sondern auch das zweite Produkt des Kunden — inklusive einer abgesicherten Maschinen-Schnittstelle, über die ein externer Dienstleister Kunden und Lizenzen des zweiten Produkts pflegt, ohne je Daten anderer Mandanten zu sehen.
Ein KI-Tutor beantwortet Lernfragen, bewertet Freitext-Antworten vor und analysiert die Qualität von Kursinhalten. Das Besondere: Das Sprachmodell läuft auf dedizierter GPU-Hardware im eigenen Server-Cluster — personenbezogene Lerndaten verlassen die Infrastruktur nicht. Durch den Umstieg auf einen optimierten Inferenz-Stack (vLLM) antwortet der Tutor heute sechs- bis zehnmal schneller als in der ersten Ausbaustufe. Jeder KI-Aufruf wird revisionssicher protokolliert.
Die Plattform läuft auf einem eigenen Cluster in Rechenzentren in Falkenstein, Deutschland — vollständig als Code beschrieben (Terraform, Ansible). Jede Änderung durchläuft eine automatisierte Pipeline mit Tests und Staging-Umgebung; Produktiv-Releases werden gezielt freigegeben. Monitoring, Alarmierung, Datenbank-Replikation und Off-Site-Backups gehören zum Standard — über 350 automatisierte Tests sichern die Kernfunktionen ab.
DSGVO-Verfahrensverzeichnis (Art. 30), technische und organisatorische Maßnahmen (Art. 32) und die Dokumentation nach EU AI Act haben wir projektbegleitend erstellt und als Übergabemappe für Datenschutzbeauftragte und Rechtsberatung aufbereitet — kein nachträglicher Papierkram, sondern gelebter Teil der Entwicklung.
Das Ergebnis
Die online:academy ist produktiv und wird von Firmenkunden im Tagesgeschäft genutzt. generation:l kann neue Kunden eigenständig anlegen und ausrollen — vom Onboarding bis zur eigenen Kundendomain, ohne dass Entwickler eingreifen müssen. Mit dem zentralen SSO ist die Grundlage gelegt, weitere Produkte in dieselbe Nutzer- und Lizenzverwaltung einzuklinken — das zweite Produkt ist bereits angebunden.
Zahlen & Fakten
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